Archive for the 'Lesefutter' Category

Published by RowC on 27 PER 1031 Bosparans Fall

Urlaubslektüre

Naturgemäß kommt man im Urlaub am Strand dazu, wieder einmal richtig viel zu lesen und auch mein Koffergewicht wurde zu einem guten Teil von Büchern ausgemacht. Was ich gelesen habe und wo ich positive Überraschungen erlebt habe, lest ihr weiter unten.

Michelle Schwefel: Answin von Rabenmund 1: Macht (Aventurien)

Auf diesen Roman habe ich ganz besonders lange gerwartet weil der Lieferant des RPG-Shops meines Vertrauens einfach nicht und nicht liefern konnte.

Nach dem Schwertkönig und den Galotta-Romanen handelt es sich bei Answin um den dritten Roman der uns die Lebensgeschichte einer wichtigen Persönlichkeit der aventurischen Geschichte erzählt.

Insgesamt wurden meine relativ hoch gesteckten Erwartungen an den Roman durch begeisterte Rezensionen und die hochqualitativen “Vorgänger” Der Hofmagier und Der Feuertänzer (die beiden Galotta-Romane) mehr als erfüllt. Macht liest sich spannend, emotinal und ermöglicht einen weiteren Blickwinkel auf einige wictigen Ereignisse der Geschichte des Mittelreiches.

Jan-Tobias Kitzel: Flammenmeer (Shadowrun)


Schon seitr einigen Jahren hat sich der Dreisatz Sommer, Sonne, Shadowrun bei mir bewährt und das war auch dieses Jahr nicht anders. Das SR-technische Erstlingswerk des Loland-Chefredakteurs Jan-Tobias Kitzel hat mich aufs positivste überrascht. Kitzel spielt mit den stereotypen Erwartungen eines typischen SR-Lesers und kreiert so einige haasträubende Überraschungen in der Geschichte rund um einen zwergischen Juwelier und seine Probleme mit einem beseelten Anhänger. Hoffenrtlich liest man hier bald mehr.

Leo Lukas: Ara-Toxin 1: Die galaktischem Mediziner (Perryversum)

Nach dem eher mittelprächtigen Odysee-Zyklus bin ich mit heruntergeschraubten Erwartungen an diesen Roman herangegengen und auch hier kann ich eine positive Überraschung vermelden. Leo Lukas ist nicht nur aus lokalpatriotischen Gründen mein Lieblingsautor aus dem Perry Rhodan-Team. Sein selbstironischer Schreibstil tut der während des ganzen Romans anhaltenden Spannung keinen Abbruch. Auch die Autoren der nächsten beiden Romane des Zyklus klingen mehr als vielversprechend: Teil Zwei hat Uwe Anton geschrieben, Teil drei stammt aus der Feder des Fantasy- und SciFi-Tausendsassas Hans-Jochaim Alpers. Also macht nicht nur das etwas aprupte Ende des Romans Lust auf mehr.

Stephen King: Der dunkle Turm (graphic Novel)

Schon mehrmals hat mich dieses graphic novel in diversen Buchläden angelacht und als Urlaubslektüre hatte ich nun ein weiters Argument für den Kauf dieses Werkes. Hier werden nicht, wie man zuerst vermuten könnte, die Geschehnisse des ersten “Der dunkle Turm”-Romans nacherzählt, es handelt sich viel mehr um ein Prequel, in der die Vorgeschichte des Revolvermanns erzählt wird.

Story und Grafik legen die Latte für eventuelle weitere Teile in der Serie verdammt hoch. Auch kann man den Ausdruck “Graphic Novel” hier durchaus auch anders verstehen. Für sehr zart besaitete sind die zum Teil sehr expliziten Bilder aus der nicht gerade zimperlichen Welt des dunkler Turm-Universums nicht gerade etwas. Hoffentlich kommt hier tatsächlich, wie im Nachwort von King selbst angedeutet, noch mehr.

Published by RowC on 28 BOR 1031 Bosparans Fall

Ich bin ein Rhodaner!

Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit.

Lieber Leser, seit der Ausgabe Nr. 2437 gehöre ich offiziell der Art der Perry-Rhodan-Leser an. Was mich bis an diesen schicksalshaften Tag vor etwa vier Wochen davon abgehalten hat, frage ich mich mittlerweile selber. Der hauptsächliche Grund liegt wohl am Medium an sich. Heftromane sind nicht nur ein aussterbende Gattung, sie sind wohl auch das regelmäßig erscheinende Druckwerk mit dem schlechtesten Ruf, den man sich vorstellen kann. Bei Perry Rhodan zumindest kann ich mittlerweile behaupten: Zu Unrecht. Freunde der Space Opera-SciFi werden unter allen Umständen auf ihre Kosten kommen. Apropos Kosten: Der Rhodan-Leser an sich lebt relativ günstig. Für eine Packung Zigaretten zahlt man schon seit langem mehr als für ein PR-Heft und wenns so weitergeht, wird auch der Liter Benzin schon bald teurer sein als eine Perry Rhodan-Ausgabe.

Schon der reine Umfang der Texte, die bisher das Perryversum definieren, könnte einem leicht die Sprache verschlagen seit dem Jahr 1961 sind mehr als 2400 Hefte erschienen. Und das sind nur die eigentlichen Heftromane, nicht in dieser Rechnung berücksichtigt sind die seperat erschienenen Taschenbücher, die Atlan-Heftromane, sowie die Sonderhefte und andere Einzelstücke. Das hier kein Wildwuchs angesetzt hat und das Perryversum in seiner Vielfalt zu 100% konsistent ist, grenzt an ein organisatorisches Wunderwerk. Die wird mit den gleichen Mitteln bewerkstelligt, mit denen auch die Rollenspiel-Verlage ihre Welten schlüssig halten: Jeder Text muss an einer Redaktion vorbei, bevor er veröffenlticht werden darf. Wer sich für einen näheren Blick hinter die Kulissen und eine ganz allgemeine Einführung in das Perryversum interessiert, sei auf den Chaosradio Express-Podcast Ausgabe 35 verweisen.

Die Perry Rhodan Fans können in ihrem Support für ihr Universum ohnehin den meisten Rollenspielern locker das Wasser reichen: In der Perrypedia kann man beispielsweise jedes Faktum des Perryversums nachschlagen. Diese wächst ständig. Ein neuer Roman ist im Schnitt drei Tage nach seinem Erscheinen fix fertig eingearbeitet. Wenn der Leser nun bei seiner Lektüre über einen ihm noch nicht bekannten Begriff stolpert, kann er ihn sofort und immer auf dem neuesten Stand nachschlagen. Dieser Umstand erleichtert dem Neu-Leser den Einstig enorm, jedoch ist hier die Spoiler-Gefahr nicht zu unterschätzen: Jeder muss selber wissen, wie weit/ welche Abschnitte er liest.

Generell gilt kann ich nur jedem enpfehlen, der sich noch nicht sicher ist, ob PR etwas für ihn sein könnte: Lasst es einfach drauf ankommen. Kramt euer Wechselgeld zusammen und leistet euch so einen Roman. Verschafft euch eventuell in der Perrypedia einen Überblick über den momentanen Zyklus und schaut, was mit euch passiert ist, wenn ihr euer erstes Heft durch habt!

Published by RowC on 20 EFF 1031 Bosparans Fall

Totgesagte leben länger

Eigentlich gab der hochgeschätzte Herr Poolitzer in Markus Heitz, laut eigenen Worten, letzten Shadowrun-Roman “Jede Wette” den Reporter-Löffel ab. Kein unübliches Ende für einen Bewohner der schsten Welt aber ich musste mir schon eine kleine Träne aus dem Auge blinzeln, schließlich konnte man Poolitzers Abenteuer über insgesamt sechs SR-Romane aus der Feder des Herrn Heitz verfolgen. Bei Poolitzer handelt es sich vielleicht nicht um den toughsten aller Shadowrunner aber gerade weil der Reporter mit der großen Klappe etwas aus dem Standard-Rahmen einer SR-Romanfigur fällt, gehört er nach meinem persönlichem Empfinden zu den besten SR-Charakteren, die je in einem Roman eine Rolle spielten.

Abonnenten des Envoyer können in der nächsten Ausgabe einen Blick zurück in Poolitzers Leben werfen: In der Mai-Ausgabe wird Poolitzer in der Kurzgeschichte “Troubleshooting” seinen letzten Auftritt haben. Für die Fans der quirligen Snoops ein Pflichttermin.

Quelle: LORP

Published by RowC on 12 EFF 1031 Bosparans Fall

mjBook - Software zum Selbermachen von Handy-Ebooks

Ich lese sehr viel, sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form. Da das Lesen längerer Texte von Computerbildschirm aber die Augen ermüdet, habe ich schon lang nach einer Möglichkeit gesucht, digitale Texte auf einem mobilem Gerät lesbar zu machen. Da ich weder einen Ipod oder gar einen richtigen PDA mein Eigen nenne, fiel mein Blick auf mein Handy, ein vergleichsweise bodenständiges Nokia 6131. Auf Handys, die mit Symbian-Software umgehen können ist sogar das Darstellen ganzer PDF-Dateien kein Problem, das meine kann jedoch nur Java. Also die allwissende Müllhalde1 nach einer vernünftigen Ebook-Software für Java-Handys abgesucht: Neben dem Darstellen von beliebig langen Texten in angenehm lesbarer Größe sollte sie noch irgendeine Art von Bookmark-Funktion beherrschen, damit man schnell da weiterlesen kann, wo man aufgehört hat. Und siehe da, ich wurde fündig:

Bei mjBook handelt es sich um eine kleine Windows-Anwendung, die aus einer beliebigen .txt-Datei eine auf Java-fähigen Handys lauffähige Ebook-Anwendeung erstellt. Jedes so erstelte Ebook ist ein eigenes Jar-Programm. Bookmarks kann das Ebook dann auch, die benötigt man aber eigentlich kaum, weil sich das Programm beim Beenden automatisch die Stelle merkt, die man zuletzt gelesen hat und genau dort beim nächsten Starten der Anwendung weitermacht. Das Program mit einer ausführlichen englischen Erklärung seiner verschiedenen Parameter gibts auf der Homepage seines russischen Programmierers.

Wem das Programm gefällt und jetzt nach einem Test-Text sucht, siehe z.B. hier

 

1: (c) Tim Pritlove

Published by RowC on 04 EFF 1031 Bosparans Fall

download “Upload”

Der amerikanische Science Fiction-Autor Cory Doctorow ist ein mehrerlei Hinsicht ein Unikat: Seine Romane, von denen auch schon mehrere auf Deutsch erschienen sind, drehen sich meistens um mögliche Zukunftsperspektiven in unserer Gesellschaft. In ihnen zeigt Doctorow auf, wohin sich unsere Gesellschaft entwickeln könnte, wenn wir nicht lernen, mit der uns  zur Verfügung stehenden Technologie verantwortungsvoll umzugehen.

Was jedoch beinahe noch bemerkenswerter ist: Doctorow veröffentlicht seine Romane, auch in ihrer deutschen Ausgabe, unter der Creative Commons-Lizenz. Es ist damit nicht illegal, die Romane weiterzugeben, solange man dabei selbst kein Geld verdient und das Werk unverändert lässt. So kann sich der deutsch-sprachige Fantasy-Fan etwa Corys neuestes Werk "Upload" ganz normal als Printwerk bestellen (z.B. bei Amazon), ihn sich aber auch kostenlos als PDF direkt beim Verlag Random House herunterladen.

Im NetzpolitikTV-Podcast kann man sich ein Interview mit Herrn Doctorow ansehen, in dem er unter anderem erklärt, warum er seine Bücher unter Creative Commons veröffentlicht oder wie er die Zukunft solcher Dinge wie DRM einschätzt.

Das Werk Upload als PDF <Achtung: Direktlink>